Sehr geehrter Herr Rosenberg,
Ihren Leserbrief in der MAZ habe ich erst etwas verspätet zu Gesicht bekommen. Da er öffentlich war, werden Sie sicher nichts dagegen haben, wenn auch ich meine Antwort veröffentliche (im Internet unter http://www.saremba.de/thaelmannstrasse).
Ich erlaube mir, jeweils die Teile Ihres Briefes zu zitieren, auf die ich direkt eingehe.
Zufall oder nicht – ausgerechnet zum 64. Todestag von Ernst Thälmann – wird von Andreas Saremba in einem offenen Brief die Umbenennung der Ernst-Thälmann-Straße in Brieselang gefordert, da dieser, so zitiert in der Märkischen Allgemeinen Zeitung, "ein fanatischer Feind des demokratischen Staates war" und wenn schon Straßen nach Politikern benannt werden, "dann bitte nach einem, der der Jugend eines demokratischen Staates als Vorbild dienen kann".
Da mein Brief eine Reaktion auf den Anfang August erschienenen Artikel
von Frau Ettelt-Gelke im Brieselanger Kurier war, werden Sie mir die zeitliche
Koinzidenz kaum vorwerfen wollen. Geschrieben habe ich den Brief übrigens
am 13. August, der auch ein interessanter Jahrestag ist.
Der guten Ordnung
halber möchte ich noch anmerken, daß der 18. August 2000 der 56.
Todestag Ernst Thälmanns war.
Andreas Saremba schüttet hier das Kind mit dem Bade aus. Ich bin, nachdem ich vor fast zehn Jahren aus Westberlin zuziehend in Brieselang wohnhaft bin, froh gewesen, dass es keine aufgeregten Bilderstürmereien in Brieselang gab, wie dies in vermeintlicher Tilgung der Vergangenheit oftmals stattgefunden hat.
Von Tilgung der Vergangenheit halte ich auch nichts; aber wenn man zehn Jahre nach dem Ende der DDR eine Auseinandersetzung mit ihren Hinterlassenschaften anregen möchte, finde ich den Vergleich mit einer aufgeregten Bilderstürmerei etwas unangemessen.
Im übrigen scheint ja ohnehin die Aufregung und die Bilderstürmerei die Sache der Deutschen nicht zu sein. Die mehr als zwanzig Jahre Grabesstille in der Bundesrepublik nach dem Ende der Nazibarbarei sind nicht gerade ein Ruhmesblatt, und die “Es war nicht alles schlecht”-Sprüche unserer Elterngeneration klingeln Ihnen sicher noch genauso in den Ohren wie mir. Und wenn ich mir die Frage erlauben darf: Wären Sie 1968 beleidigt gewesen, wenn man Sie zu den Bilderstürmern gerechnet hätte?
Die ehrliche und selbstkritische Aufarbeitung einer Diktatur ist eine schmerzhafte Angelegenheit, und ich maße mir nicht an, Menschen zu verurteilen, die sich vor ihr drücken wollen. Aber in unserer heutigen Gesellschaft existiert ja noch nicht einmal ein Konsens darüber, daß es überhaupt etwas aufzuarbeiten gibt. Dafür gibt es schon wieder die Verharmloser wie Frau I.E.G., die uns die Thälmannpioniere als eine große glückliche Gemeinschaft von Kindern mit roten Halstüchern verkaufen will. Regt Sie so etwas nicht auf?
Nur für den Fall, daß Sie meine Intention wirklich nicht verstanden haben: Es geht mir nicht um die Tilgung von Geschichte und auch nicht in erster Linie darum, daß die Symbole einer schäbigen Diktatur abgeräumt werden. Die könnte man zur historischen Mahnung durchaus stehenlassen, sofern von ihnen keine Gefahr mehr ausgeht. Das ist aber der Fall, solange die Apologeten des untergegangenen Systems seinen inhumanen Kern hinter einem Nebel aus Legenden und Märtyrertum verstecken können.
Der Kommunismus hat mit den seit der Aufklärung in Mitteleuropa unstrittigen zivilisatorischen Grundwerten der unveräußerlichen Autonomie und Würde des Menschen gebrochen und das Individuum zur beliebig disponiblen Verfügungsmasse der allmächtigen und alleswissenden Partei gemacht. Und das war keine reine Theorie, sondern sehr praktische Lebensrealität, nicht nur für diejenigen, die am “Antifaschistischen Schutzwall” verblutet sind. Wir beide haben das Glück gehabt, nie in einem solchen System zu leben, und wir stimmen sicher darin überein, daß wir es auch in Zukunft nicht wollen. Wenn Sie sich den Artikel von Frau Ettelt-Gelke und die Reaktionen der Brieselanger Kommunalpolitiker auf meine Kritik daran ansehen – halten Sie es dann noch für so selbstverständlich, daß über dieses Ziel wirklich volle Übereinstimmung herrscht?
Geschichte
hat eine Adresse, Ernst Thälmann, Clara Zetkin und Karl Marx sind
historische Personen, die in der Geschichte der DDR eine große und
positiv besetzte Rolle gespielt haben.
Dies gilt es zu respektieren, wir
reden schließlich nicht von Josef Stalin.
Ich respektiere überhaupt nichts alleine aus dem Grunde, weil es “in der DDR eine große und positiv besetzte Rolle gespielt” hat. Was für eine Aussagekraft sollte das auch haben angesichts der Tatsache, daß es in der DDR keine Meinungs- und Informationsfreiheit und damit auch keinerlei gesellschaftlichen Diskurs gab? Die SED hatte die absolute Macht und maßte sich auch die alleinige Deutungshoheit über Geschichte und Gegenwart, ja sogar über die Zukunft an. Wenn wir dies nachträglich auch noch anerkennen, gestehen wir diesem Regime eine Legitimation zu, die es nie gehabt hat.
Aber es geht nicht nur um die Frage, dass Brieselang Wichtigeres zu tun hat und um die Frage, wie wir gut ausgebaute Straßen bekommen. Gerade in einer Zeit, in der Skinheads und Neonazis die demokratische Öffentlichkeit beunruhigen und mich zum Schämen bringen, muss es auch für ehemalige Westberliner angebracht sein, ein differenzierteres Bild zu historischen Persönlichkeiten wie Thälmann zu bekommen.
Wieso sollten die Umtriebe des braunen Pöbels, der wahllos alles zusammenschlägt, was nicht in sein primitives Weltbild paßt, dazu führen, daß wir unser Bild von Thälmann revidieren müssen? Tut mir leid, aber ich sehe den logischen Zusammenhang nicht. (Obwohl ich mich genauso wie Sie für den alltäglichen Rassismus in unserem Land schäme.)
Und was genau meinen sie mit “differenzierteres Bild”? Jeder, der ein Urteil über eine historische Persönlichkeit abgeben möchte, hat die Pflicht, sich vorher umfassend und unvoreingenommen zu informieren. Aber hat er auch die Pflicht, zu einem bestimmten Ergebnis zu kommen? Muß ich, um der vielbeschworenen Einheit der West- und Ostdeutschen nicht im Wege zu stehen, tatsächlich zugeben, daß die SED-Propaganda auch irgendwie recht hatte und der gute Teddy ja eigentlich ein lieber, gemütlicher Kerl war? Ich muß Sie enttäuschen, ich bin nicht bereit, eine solche Einschränkung meiner Urteilsfreiheit zu akzeptieren.
Fakt
ist, dass der Vorsitzende der Kommunistischen Partei Deutschlands und
Reichstagsabgeordnete Thälmann wie viele Kommunisten durch die Nazis als
erste brutal verfolgt und im Konzentrationslager ermordet wurden.
Schon das
reicht für mich für eine Würdigung seiner Person aus.
Was die Tatsachen angeht, stimmen wir völlig überein. Wir scheinen aber sehr unterschiedliche Vorstellungen zu haben, welche Würdigung seiner Person daraus abzuleiten ist.
Er ist auch Opfer des Stalinismus, da Stalin sich, wie man heute weiß, aus Propagandagründen nicht für seine Freilassung einsetzte, obgleich er die Möglichkeit dazu hatte.
Selbst in einem politischen Kabarett würde ich den Satz “Thälmann war ein Opfer des Stalinismus” als einen argen Kalauer empfinden. Ein wenig erinnert er mich an den alten Witz: “Chuzpe ist, wenn einer seine Eltern umbringt und dann vor Gericht mildernde Umstände fordert, weil er ein armes Waisenkind ist.”
Sie wissen so gut wie ich, daß Thälmann der treueste Vasall Stalins war und die Linie seines Mentors in der KPD mit bedingungsloser Ergebenheit durchgesetzt hat. Die Brutalität Stalins dürfte ihm dabei kaum verborgen geblieben sein. Verdient hat er sein Schicksal trotzdem nicht, ebensowenig wie die vielen vor Hitler geflohenen deutschen Kommunisten, die von Stalin seit 1937, also schon zwei Jahre vor dem Hitler-Stalin-Pakt, an die Nazis ausgeliefert und damit direkt in den Tod geschickt wurden.
Ich habe allerdings den Eindruck, daß bei Ihnen gelegentlich das links schlagende Herz die Oberhand über den Verstand gewinnt und der von der PDS betriebenen Weichspülung der Geschichte auf den Leim gehen möchte. Nach dem Motto: Der Kommunismus war eine prima Idee, und er hätte auch wunderbar funktioniert, wenn da nicht dieser große Teufel Stalin gewesen wäre, der leider alles kaputtgemacht hat. Ich halte den Stalinismus nicht für die Entartung, sondern für den Normalzustand des Kommunismus. Das ist vermutlich so ziemlich der einzige Punkt, in dem ich mit Thälmann einer Meinung gewesen wäre, wenn auch aus unterschiedlichen Gründen.
Ich weigere mich, Opfer des nazistischen Terrorregimes in "gute" und "schlechte" Tote zu unterteilen.
Und ich weigere mich, dem nazistischen Terrorregime das Recht zur Heiligsprechung zuzugestehen. Das ist nämlich die Konsequenz, wenn wir zulassen, daß jedes seiner Mordopfer automatisch auf ein Podest gerückt wird, wo es der historischen und politischen Bewertung für alle Zeiten entzogen ist.
Das soll nicht etwa heißen, daß ich für die Fälschung oder Unterdrückung von Geschichte bin; als vor einigen Jahren in Berlin darüber diskutiert wurde, ob in der “Gedenkstätte Deutscher Widerstand” auch der kommunistische Widerstand gegen die Nazis dargestellt werden darf, habe ich das als kleingeistig und lächerlich empfunden. Die korrekte und vollständige Darstellung historischer Tatsachen ist aber eine Sache, die Würdigung durch einen Straßennamen eine andere.
Nicht Thälmann, sondern seine Ermordung ist Teil der Vernichtung der Demokratie in Deutschland. Daran gilt es zu erinnern.
Daran soll auch weiterhin erinnert werden, und zwar überall dort, wo die von Ihnen (weiter unten) geforderte differenzierte Auseinandersetzung mit der historischen Figur Thälmann wirklich möglich ist. Das geschieht eben nicht durch einen Straßennamen, der auch, wie soeben in Brieselang geschehen, als Aufhänger für eine dreiste Geschichtsfälschung und Verharmlosung einer Diktatur mißbraucht werden kann. Ein Straßenname signalisiert eben in der Regel mehr als nur die bloße Erinnerung an eine historische Figur: Er suggeriert, daß wir die von dieser Person vertretenen Ziele zumindest aus Ihrer Zeit heraus gesehen für vertretbar und nachvollziehbar halten. Im Fall von Thälmann ist das Wasser auf die Mühlen all derer, die sich immer noch nicht damit abgefunden haben, daß es in ganz Deutschland einen demokratischen Rechtsstaat gibt.
Übrigens wäre auch Thälmanns Leben Teil der Vernichtung der Demokratie in Deutschland gewesen, hätten er und seine KPD die Macht dazu gehabt. Daran hat er nie einen Zweifel gelassen; der Schlußabsatz seines Artikels zum zweiten Jahrestag des Hamburger Arbeiteraufstands von 1923 ist nur ein kleines Beispiel:
«Mehr denn je muß in dieser Periode jeder deutsche Kommunist, jedes Parteimitglied, jedes Mitglied des Kommunistischen Jugendverbandes, jeder revolutionäre Arbeiter stets und unverrückbar das Bild des Hamburger Oktoberkämpfers vor Augen haben: kaltblütig, todesverachtend, der Sache der Arbeiterklasse grenzenlos ergeben, das Gewehr in der Hand, vor sich die Barrikade, zum Empfang des Feindes bereit und den Blick auf ein einziges Ziel gerichtet, auf das größte, stolzeste Ziel, das es für einen Kommunisten gibt: die Diktatur des Proletariats.»
(Die Rote Fahne, Berlin; Nr. 245 vom 23. Oktober 1925. Der vollständige Artikel ist zu finden unter http://members.aol.com/MLWerke/index.htm.)
Im Übrigen ist es verfehlt, historische Personen an den Grundsätzen eines später entstandenen Verfassungsauftrages zu messen.
Da stimme ich mit Ihnen völlig überein; aber wie kommen Sie nur darauf, diesen Satz auf Thälmann anzuwenden? Die Weimarer Verfassung existierte seit 1919, und sie war mit ihren stark plebiszitären Elementen von einem abstrakten Standpunkt aus gesehen sogar “demokratischer” als das Grundgesetz von 1949. Sie hatte ihre Schwächen, vor allem die extrem starke Stellung des direkt gewählten Reichspräsidenten und den Notverordnungsartikel §48, und diese Schwächen haben auch mit zu ihrem raschen Ende beigetragen. Aber kein Politiker der Weimarer Republik kann sich darauf berufen, er habe noch nicht wissen können, was Demokratie ist, weil die leider erst später erfunden wurde.
Warum gibt es in Berlin die Würdigung von Kaiser Wilhelm in zahlreichen Ortsbenennungen, welcher der Demokratie feindlich gesonnen war?
Eben genau deswegen, weil wir unsere Vorfahren, sowohl die Könige und Kaiser als auch die kleinen Leute, gerechterweise aus dem vorherrschenden Geist ihrer Zeit heraus beurteilen. Und der war damals nun einmal nationalistisch, obrigkeitsstaatlich und autoritär.
Warum gibt es zahlreiche Kasernen der Bundeswehr, die nach zweifelhaften Generalen der Wehrmacht benannt sind?
Vermutlich deshalb, weil leider zu wenige Menschen den Mut (oder die Nerven) haben, diesem Ungeist öffentlich zu widersprechen. Ich kann das sogar in gewisser Weise verstehen, denn Freunde macht man sich damit nicht gerade .
Sie werden hoffentlich nicht von mir erwarten, daß ich wie ein Wanderprediger durch Deutschland ziehe und allerorten die Umbenennung von Straßen, Plätzen und Kasernen fordere. Aber ich stimme völlig mit Ihnen überein, wenn Sie Dietl oder Guderian als Namenspatrone für öffentliche Einrichtungen ablehnen.
Mehr Gelassenheit für unser Zusammenwachsen in Ost und West ist gefordert. In Westberlin gab es auch in den fünfziger Jahren trotz ähnlicher Forderungen eine Karl-Marx-Straße, in Hamburg, der Geburtsstadt Ernst Thälmanns, gibt es seit den 80-er Jahren einen Platz, der nach Thälmann benannt ist.
Gegen die Karl-Marx-Straße (die es immer noch gibt) ist auch nichts einzuwenden, und mit einem Thälmannplatz vor dem Haus, in dem er mit seiner Familie gewohnt hat, habe nicht einmal ich Probleme. Dieser unmittelbare lokale Bezug dürfte aber für Brieselang kaum gegeben sein.
Trotzdem habe ich die Thälmannstraße fünfeinhalb Jahre lang ganz gut ertragen. Und hätte sie nicht Frau Ettelt-Gelke als Anlaß für ihre propagandistischen Ergüsse genutzt, wäre dies vielleicht sogar weiterhin der Fall gewesen. Aber wenn das Zusammenwachsen von Ost und West darin bestehen soll, daß wir uns widerspruchslos die unkritische Verherrlichung einer Jugendorganisation bieten lassen müssen, die von der SED-Diktatur als Sozialisationsinstanz für den sozialistischen Untertanen genutzt wurde, muß ich Sie enttäuschen: In diesem Punkt fehlt mir jede Gelassenheit, und diese Form von Zusammenwachsen werde ich behindern, so gut ich es kann.
Es ist erfreulich, dass die Gemeindevertreterversammlung Brieselang in dieser Angelegenheit in der Vergangenheit keinen Handlungsbedarf sah.
Wenn Sie das als Ausdruck besonderer politischer Reife und Besonnenheit ansehen, tun Sie den Brieselanger Gemeindevertretern vielleicht etwas zu viel Ehre an. Die in dem MAZ-Artikel vom 18.8. zitierten Reaktionen auf meinen Brief belegen dies ziemlich deutlich.
Da sind zunächst einmal der begeisterte Straßenbauer Norbert Jütterschenke, dessen Bauwerke bisher leider noch im Verborgenen blühen, und der mit bewundernswerten telepathischen Fähigkeiten ausgestattete Paul Zarbrock, der mich zielsicher als “Anti-Antifaschisten” identifiziert hat. Eher unser Mitleid verdient Michael Haucke, der einen erbarmungswürdigen Eiertanz zwischen “Eigentlich müsste man ja...” und “Aber andererseits muß man das Geschichtliche respektieren...” aufführt. Selten ist Opportunismus und Feigheit von Politikern schöner inszeniert worden.
Und nicht zu vergessen unser aller Bürgermeister, der zwar dreißig Jahre in der DDR verlebt hat, aber nichts mitbekommen hat. “Von Verklärung kann keine Rede sein. Frau Ettelt-Gelke hat lediglich aufgeschrieben, wie es zu DDR-Zeiten gewesen ist.” Da bin ich aber erleichtert, daß alles nur ein großer Irrtum war; und ich hatte gedacht, es hätte in der DDR wirklich eine politische Indoktrinierung von Kindern und Jugendlichen gegeben. So kann man sich irren!
Eigentlich haben Sie ja recht: Angesichts solcher politischer Autoritäten in Brieselang muß man sich um die Demokratie wirklich keine Sorgen machen, und die MAZ sollte sich besser auf die interessanten Themen Kindergartenfeste und Seniorenausflüge konzentrieren.
Wir werden unsere gemeinsame Geschichte schon gemeinsam auslöffeln müssen. Zu dieser gehört auch Thälmann.
Ohne Frage müssen wir das, und in dieser Suppe gibt es weitaus unappetitlichere Brocken. Ich lasse mir dabei nur nicht gerne den Löffel von Frau Ettelt-Gelke und ihren Gesinnungsgenossen führen.
Damit wir uns nicht falsch verstehen: In diesem Land herrscht Meinungsfreiheit, und jeder darf seine Sicht der Geschichte verbreiten (mit der einen, wohlbegründeten Ausnahme der Leugnung der nationalsozialistischen Gewaltverbrechen). Aber es darf ihm auch widersprochen werden, und ich akzeptiere keine Denkverbote, die in dem Gewand der Besorgnis um das Zusammenwachsen von Ost und West daherkommen.
Mit freundlichen Grüßen
Andreas Saremba
Stellungnahme per Email an: andreas@saremba.de